Der Wohlfahrtsstaat mindert die Wohlfahrt

Dr. Michael von Prollius

Ein Blick auf die Einkommenssteuer verdeutlicht, warum weniger Staat mehr Wohlfahrt bedeuten würde.

In Deutschland ist die Einkommenssteuer die ergiebigste Quelle der Staatseinnahmen: 239 Milliarden Euro und damit ein Drittel des Haushalts werden den Bürgern weggenommen. Die Initiative für soziale Marktwirtschaft hat folgende Fakten übersichtlich zusammengetragen:

  1. Die Steuerbelastung steigt stetig – die Einnahmen durch die Einkommenssteuer steigen stärker als die Löhne.
  2. Die Steuerquote steigt stetig – von jedem erwirtschafteten Euro müssen immer mehr Cent an den Staat abgegeben werden.
  3. Die Steuerlast für mittlere Einkommensbezieher steigt stetig – Singles und Ehepaare werden stärker belastet.
  4. Die Steuerlast für die Mittelschicht steigt schnell – Haushalte mit unterem und mittlerem Einkommen müssen mit jedem mehr verdienten Euro mehr Steuern zahlen (Progression).
  5. Deutsche Steuerzahler stehen im internationalen Vergleich schlecht da – in den meisten Ländern sind die Einkommenssteuern niedriger – und hohe Sozialabgaben kommen noch hinzu.
  6. Normalverdiener müssen den Spitzensteuersatz bezahlen – nämlich alle, die das Anderthalbfache des durchschnittlichen Einkommens erhalten.
  7. Die oberen 10% bezahlten mehr als 50% des Aufkommens der Einkommenssteuer – 1% der Steuerzahler bezahlen 22,2% und 20% bezahlen 71,7%.

Hinzu kommt, dass der Soli ein Etikettenschwindel ist, weil nur ein Bruchteil in den Aufbau Ost fließt, aber das ist der übliche Steuer-Fake wie beim Rauchen für die Rente. Angesichts Rekordsteuereinnahmen und einem beklagenswerten Zustand von Infrastruktur und Bildung gehört die Gemeinwohlorientierung vieler Politiker ebenfalls zu den Fake News.

Erschienen im MvP Blog des Forum Freie Gesellschaft.

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